Ein Traum wird wahr - Julia in Afrika

St. Francis Health Care in Uganda

 
26März
2014

Regenzeit

Zum Glück kam Anna noch vor der Regenzeit! So konnten wir unseren Urlaub auf Zanzibar am Strand richtig genießen. Weißer Sand, türkieses Meer, einfach wunderschön! Nur die ganzen Rastamänner konnten ziemlich nerven! Denn nur weil sie Rastas haben und ich Rastas hatte hieß das für mich noch lange nicht, dass wir auch Freunde sind. Wollten sie aber einfach nicht verstehen. Zum Glück hat Anna keine Eigeninitiative ergriffen und meine Haare dran gelassen.

Auch wenn die Hinreise nach Zanzibar etwas komplizierter war als gedacht hat es sich am Ende gelohnt! Und ich weiß nicht, was wir an uns haben, aber uns wurde immer mehr geholfen als den anderen (weißen). Zum Beispiel bei der Fähre von Dar es Salaam nach Zanzibar. Während wir nur 20min vor Abfahrt da waren haben sie alles versucht, damit wir die Fähre noch bekommen. Sind mit uns durch die Stadt gelaufen bei abnormaler Hitze, damit ich bei Barclays Geld abheben kann. Doch trotz aller Bemühungen haben wir diese Fähre nicht mehr bekommen und mussten die nächste nehmen. Eine halbe Stunde vor Abfahrt kam dann eine weitere (weiße) Frau ins Büro und wollte ein Ticket für die Fähre haben. Ihr wurde jedoch nur gesagt, dass sie zu spät sei und dass es ja unmöglich sei, nur 30min vor Abfahrt zu kommen. Wie auch immer.

Oder auch für unsere Unterkunft haben wir für uns beide mit Frühstück 25$ bezahlt. Die Verhandlung lief so ab
„35$ die Nacht“
„Puhh... Das geht nicht. 25$?“
„Okay. Aber ihr dürfts niemandem sagen!!!“
Also alles ohne weitere Probleme. Momentan ist eine Freundin von mir da und für weniger als 30$ die Nacht hat er das Zimmer nicht rausgegeben.

Die meiste Zeit haben wir den Strand und das Meer genossen. So richtiger Urlaub halt in dem man einfach nichts machen muss. Einen Tag sind wir mit einer Gruppe anderer schnorcheln gefahren. Das war schon ziemlich cool! Zwei Stunden mit dem Boot raus, erst auf der einen Seite der Insel schnorcheln, dann auf der anderen Seite und dann gabs Mittagessen. Trotz ständigem eincremen habe ich mich natürlich dennoch total verbrannt... Wie auch immer.

Schnorcheln :) Sieht bei Tauchern immer schmerzfreier aus...

An einem anderen Tag sind wir mit zwei Leuten, die wir vor Ort kennengelernt hatten ins Aquarium gegangen. Dort konnte man mit Schildkröten schwimmen. Auch wenn Anna die große Schildkröte nicht ganz geheuer war :D

Schidkröties

Am ersten und letzten Tag waren wir jeweils in Stone Town, der Hauptstadt von Zanzibar. Abends gibt es dort einen richtig leckeren Food Markt! Dort gibt es jegliche Arten von Fisch und Meeresfrüchten, die sonderbarsten (aber leckeren) Pizzen und Döner. Richtig lecker!! Darf man sich nicht entgehen lassen.

Wieder in Uganda angekommen sind wir dann in den Queens Elithabeth Nationalpark gefahren. Neben Elefanten, Hippos und Büffeln haben wir auch Löwen gesehen. Mega cool, denn man sagte uns, dass es recht selten ist die Löwen so gut sehen zu können. Geschlafen haben wir aus Kostengründen ausherhalb vom Nationalpark. Und wir hatten sogar richtige Zimmer! Kein Zelt. Und das für nur 10 Euro pro Zimmer.

 

 

Hey Anna, war ziemlich cool, dass du hier warst! ♥

Letzten Samstag war hier in Jinja eine Ralley. Es waren unglaublich viele Leute da! Doch nicht ganz wie ich es mir vorgestellt hab. Die Autos sind alle nacheinander gefahren und die Zeiten wurden gestoppt... Und es war so unglaublich heiß, dass ich trotz des Hutes, den ich mit Nadja gekauft hatte, Sonnenbrand bekam. Und als ich zu Hause ankam musste ich erstmal die Tonnen von rotem Sand von mir entfernen..

 

Liebe Grüße aus Uganda!

20November
2013

Outreach Nabukosi

Heute gings nach Nabukosi zum Outreach. Gerstern hat man mir gesagt, 8 Uhr sei Abfahrt. Ja klar, so wie wir auch damals um 9 Uhr in die Communities wollten und um halb 4 Nachmittags gefahren sind. Aber um 10 nach 8 hat Gerald angerufen, weil wir scheinbar wirklich früh losfahren wollten! Wer hätte das gedacht...

Gut, um 20 nach 8 war ich auch da, aber losgefahren sind wir dann doch erst gegen 20 vor 9. Da wir 7 Leute waren und nur 6 in den Jeep passen haben wir den Krankenwagen genommen, in dem es zwar nicht angenehm ist zu fahren, aber wenn was ist kann einfach die Sirene eingeschaltet werden und man kommt durch. Bei der Baustelle an der wir eigentlich rot hatten, wenn ein langsamer LKW vor uns fährt, oder auch einfach wenn Kühe auf der Straße stehen.
Ankunft 

Nach ca. 40min Fahrt waren wir da. Und ich durfte feststellen, dass es ein viel größeres Event war als sonst, wenn wir zu einem Outreach fahren. Wir vom St Francis waren da, aber auch Leute von Taso und Akola. (Akola hat dieses Event im Übrigen auch organisiert)
 

Gerald und ich haben uns dann in den Nebenraum gesetzt und alles für die HIV Tests vorbereitet, währed nebenan in der Halle Theaterspiele, Tänze und sonstige Präsentationen waren. So konnten wir die ganze Zeit mit Musik arbeiten (:
Unser Arbeitsplatz Mit Gerald :)  Theaterspiele Jetzt wird getanzt

88 Leute haben wir bis zum Lunch geschafft! Da wusste ich noch nicht, dass das noch nicht die Hälfte war. Aber um so mehr Leute sich Testen lassen um so besser! Bis ca 5 Uhr haben wir gearbeitet und insgesamt 204 Leute haben sich Testen lassen. Davon waren jedoch 11 positiv... Auffallend ist auch, dass sich generell viel mehr Frauen testen lassen als Männer. Gewiss ein Verhältins von 3:1.
Essen!! :)  Die Leute vom St Francis die mit waren Und H´hinterm Haus war eine wunderbare Aussicht

Gegen halb 7 war ich dann wieder in Bukaja, bin noch schnell zum Markt um mir 2 frische Mangos zu holen und dann nach Hause. Dort hat mich David erwartet. Wer genau das ist kann ich nicht sagen. Ein Junge, der scheinbar nicht weit weg von hier wohnt und ab und zu hier rumspringt. Gestern hat er mir ein Armband für Anna vom St Moses gegeben. „She's my very good friend.“ Nur leide konnte Anna sich nicht an ihn erinnern :D Heute hab ich auch ein Armband von ihm bekommen und eigentlich wollte er es mit meinem Namen drauf machen, doch dann fiel ihm scheinbar ein, dass er meinen Namen gar nicht weiß. Jetzt hab ich ein Armband ohne meinem Namen. Macht aber nichts, es ist so oder so sehr schön!

09November
2013

Reise nach Kampala und Kamuli

Lange nichts geschrieben, viel passiert und dennoch weiß ich nichts zu erzählen..

Fang ich mal bei Ninas und meinem Wochenende in Kampala an. Der Hauptgrund: Joel, ein Freund von Nina. Oder genauer gesagt, die Schokolade und der Käse, den er von Deutschland mitbringt! Mega, ein Klotz Gauda!

Aber von Anfang. Wir kamen Nachmittags irgendwann an, haben uns in ein kleines Restaurant gesetzt, dass ich schon von meinem ersten Kampalabesuch kannte, etwas zu essen bestellt und auf Cruise gewartet. Und gewartet und gewartet. Wie Cruise halt so ist.

Gegen 8 uhr kam er dann auch. Was haben wir dann gemacht? Gewartet. Auf seinen Bruder. Der war aber dann auch relative schnell da. Bei ihm haben Nina und ich unser Gepäck abgeladen und wie wir dann erfahren haben sollten wir auch bei ihm übernachten, da Cruise im Moment kein fließend Wasser hat. Sachen abgeladen, geduscht, umgezogen und auf ins Nachtleben. Die Bar in die wir gingen war anfangs richtig schön, füllte sich aber von Stunde zu Stunde immer mehr, sodass man es bald nicht mehr ausgehalten hat, weil man sich nicht mehr bewegen konnte. Und ich dachte immer, in Kampala seien sie weiße Menschen eher gewohnt als in Jinja, aber Kampala ist einfach mal viiiiieeeel schlimmer. Fast unmöglich nur für sich zu tanzen und von irgendwem wird man immer beobachtet... Nachdem das Handy von Chris, Cruise Bruder, geklaut wurde sind wir dann auch abgehauen in eine kleine, fast winzige Bar, in der man auch gemütlich sitzen konnte.

Der nächste Morgen war purer Luxus. Erst ausschlafen und dann wurde Frühstück für uns gemacht. Rührei mit Tomatensalat und Brot und dazu noch einen leckeren Tee :)

Ein bisschen gefaulenzt, die Aussicht bewundert, die bei Nacht aber noch 1ooo mal schöner ist, und einen Film geschaut, dann gabs schon Mittagessen. Ein wahres Wunschkonzert, denn es wurde gekocht was wir uns gewünscht hatten. Nudeln mit Tomatensauce (: Prima!

Am nächsten Tag war es dann soweit. Wir wollten Joel treffen. Und was sagt er? „Tut mir leid, Käse und Schokolade waren in einer Tüte die ich am Flughafen hab stehen lassen“ WAAAASSS? NEIN!! Aber zum Glück stimmte es nicht und er wollte uns nur ärgern. Hat er auch geschafft. Mit Joel, Käse und Schokolade im Handgepäck ging es dann wieder nach Hause nach Jinja. Endlich. Zum Glück. Kampala ist doch sehr anstrengend. Einfach viel zu viele Leute, zu viel Verkehr, zu viel Chaos... Zum Glück hat meine Organisation mich nach Jinja vermittelt. Kampala ist so stressig, da hätte ich viel zu viel Heimweh!
Der Verkehr in Kampala an einem ruhigen Sonntag... Alles steht 

Was ist sonst noch so passiert. Ich bin mit Jona zur Circumcision gefahren. Allein die Hinfahrt war ein Abenteuer. Auch wenn man jeden Tag Boda fährt war die Motorradfahrt mit Jona was anderes. Viel kann ich aber nicht berichten, da Jona mit ihnen die Zettel ausgefüllt hat und ich bei der Beschneidung nicht zusehen durfte. Aber nächstes Mal! Dennoch interessant nochmal was anderes zu sehen.

Letztes Wochenende war ich dann mit den Leuten, mit denen wir auch alle bei den Falls waren, in Kamuli. Ich hatte keine Ahnung was mich erwarten würde, aber das weiß ich hier eh nie genau. Die Fahrt dorthin war auf alle Fälle nicht so schön. In der Reihe, in der ich saß, saßen fünf anstatt drei Leute und unter meinen Füßen war scheinbar der Motor. Oder etwas anderes was wahnsinnig heiß wird. Ich hatte also nicht nur kaum Platz und mit der ganz normalen Hitze zu Kämpfen, auch meine Füße fühlten sich an als würden sie jeden Moment anfangen zu schmurgeln. Aber was soll's, sind ja nur zwei Stunden fahrt...
Auf nach Kamuli  

Angekommen hab ich gemerkt, dass dort ein Fest ist. Gut zu wissen. Ein muslimisches Fest mit gewiss über 100 Leuten. Und alle die mich schon kannten haben mich auch wahnsinnig freundlich begrüßt und Julie hat mir eins der Gewänder gegeben. Dann wurden mir noch alle anderen der Familie vorgestellt und später gabs Essen! :) Herrlich. Und anschließend wurde getanzt. Wie auch immer das alle NACH dem vielen Essen noch geschafft haben. Ich war dazu eindeutig nicht mehr in der Lage.

Die Heimreise war dann wesentlich komfortabler, weil wir mit dem Auto und nicht mit dem Matatu gefahren sind.  



Frische Melone zur Abkühlung (: Das erste Baby das in St Francis geboren wurde :) 

05Oktober
2013

Ein ganz "normaler" Samstag

Es ist Samstag und obwohl Nina nicht arbeiten müsste kommt sie heute mit. Wir gehen heute aber auch nicht ins Labor wie sonst immer, sondern in die Stadt. Emma (aus dem Labor) hat uns nämlich erzählt, dass dort heute ein „Aktionstag“ ist. Also erst zum Labor, massenhaft HIV-Testkits einpacken, Pricker, Malariaschnelltests, Medikamente und was man sonst noch so braucht, um die Leute in der Stadt zu testen und zu behandeln. Dann wollten wir mit Faustine (auch aus dem Labor) mit dem Taxi in die Stadt fahren, doch auf der Brücke kamen wir nicht mehr weiter. Der erste Gedanke: das Taxi ist kaputt. Wäre bei dem aussehen und vermutbaren Alter auch nicht unbedingt verwunderlich. Drei Männer sind ausgestiegen und haben geschoben. Ein paar Meter bis zur Tankstelle. Okay, wir haben eine viertel Stunde lang auf der Brücke gestanden und drei Männer mussten schieben, weil der Tank leer war. Sowas simples...
In Jinja angekommen haben Nina und ich uns erstmal einen Rolex zum Frühstück gegönnt um dann die Klinik von Jinja zu sehen, in der Faustine jeden Donnerstag arbeitet. In der Cafeteria konnten wir dann auch unseren Rolex essen, denn hier isst man nicht im gehen. Was Nina und mich meistens nicht so stört, aber Faustine hat darauf bestanden das wir noch die 1o min warten bis wir in der Cafeteria sind. Rolex gegessen, alles gesehen, alles gut – weiter zu dem Ort, wo wir eigentlich hin wollten. Da haben wir dann auch die Leute ausm St. Francis, also Emma, JK und den Mann, der meine Kamera repariert hat, wiedergetroffen.
Unten konnte man Blut spenden und in der großen Halle waren die Councler, Ärzte,...Zuerst durften wir die Daten der Patienten aufnehmen, die einen HIV-Test wollten. Einfacher gesagt als getan, denn niemand wollte zu uns kommen. Lediglich die Leute, die von Faustine zu uns geschickt wurden kamen auch. Alle anderen haben ihre Daten lieber von wem anders aufnehmen lassen. Aber denen, die zu uns kamen haben wir auch immer reichlich Kondome gegeben und anfangs mehr provisorisch gefragt, ob sie wüssten, wie man sie benutzt. Da waren wir echt erstaunt, als uns ein 16jähriger Junge gesagt hat, dass er keine Ahnung hat. Aber das macht ja nichts, Nina und ich haben ihn dann aufgeklärt. 
Da kaum jemand kam, wir aber noch massenhaft Kondome hatten, sind wir durch die Halle gelaufen und haben sie unter die Leute gebracht. Die haben auch total unterschiedlich darauf reagiert. Manche waren einfach schüchtern und man musste was länger auf sie einreden, bis sie welche genommen haben. Andere waren total pikiert weil sie ja erst 15 und 18 waren und somit angeblich viel zu jung für Kondome und wiederum andere sagten mir, dass sie keine Kondome bräuchten, da sie verheiratet seien. Wollten aber doch gerne ein paar Female Kondome. Wie auch immer.
Alle Kondome verteilt, auf zur nächsten Aufgabe: HIV-Tests machen. Da konnte dann niemand mehr sagen „zu euch geh ich nicht“, da wir jetzt die einzigen waren, die das gemacht haben. Im Labor machen wir zwar auch öfters die HIV-Tests, haben dort aber Pricker, die quasi automatisch funktionieren. Man muss nur draufdrücken und sie piecken und die Nadel geht von alleine raus und wieder rein. Hier mussten wir aber jetzt selber piecksen, doch das hat auch geklappt.

Aufklärungsuntericht
Gegen zwei Uhr gabs dann Essen. Reis - wie immer. Aber das ist okay, es schmeckt nämlich echt gut. Dazu noch Greens mit etwas Fleisch. Aber wie auch bei der Hochzeit auf der wir letztens waren gab es keine Gabeln. Für die Leute hier ist das voll okay, während Nina und ich bei der Hochzeit fast verzweifelt sind und beinahe vor vollem Teller verhungert wären. Reis mit Sauce – gibt es etwas, das schwieriger ist, um es mit den Fingern zu essen? Suppe kann man trinken, aber Reis? Naja, diesmal hatten wir durch die Hochzeit ja schon etwas Übung und auch keine Hemmungen mehr. Dennoch waren die anderen viel schneller. Aber immerhin kamen wir zurecht.

Nach dem Essen haben wir dann allen Tschüss gesagt die wir kannten und dort kennengelernt hatten und Emma hat uns eine Fahrt nach Hause organisiert. Praktisch.Zu Hause angekommen schnell die Schwimmsachen eingepackt und auf zu Kingfisher in der Hoffnung, Cruiese zu treffen, aber der konnte leider doch nicht kommen... Macht nichts, dafür gabs frische Kokosnuss vom Baum!

Abends wollten wir dann erst ins Flavours, ein Cafe, zur Jam Session. Jeder der will und kann kann dann singen oder Gitarre spielen...
Aufm Weg in die Stadt (:
Anschließend sind wir ins Casino (ein Club in Jinja) und ich habe gelernt, schreibe niemals auf der Tanzfläche eine SMS oder schau auf dein Handy. Als ich nämlich nochmal draufschauen wollte war die Tasche offen und mein Handy weg. Obwohl ich die Tasche die ganze Zeit um hatte und auch Nina immer wieder darauf geachtet hat. Blöd gelaufen, learning by doing.

12Sept
2013

Die ersten Tage

Nachdem ich den Flug gut überstanden hatte (und das obwohl fünf Stunden ein kotzendes Kind vor mir saß), hat Leo, mein Koordinator, mich nach Busega, einem Vorort der Hauptstadt kampala gebracht. Am Tag meiner Ankunft lebten noch zwei weitere Freiwillige in dem Hotel, ich dem ich für die zwei Tage wohnen sollte, doch als ich die Wohnung betrat war sie leer. Sie waren mit Enock in Kampala.
Am nächsten Tag war es dann für mich soweit, dass ich mit Enock nach Kampala konnte.Er half mir dabei alles wichtige wie eine SIM Karte, einen Internetsick und ähnliches zu besorgen. Dabei durfte ich direkt ersteinmal etwas über die Pünklichkeit vor Ort lernen. Um zehn Uhr wollte er mich abholen, gekommen ist er dann um viertel vor elf. Dann sind wir mit dem Taxi losgefahren. Das läuft etwas anders als hier. Man stellt sich an den Straßenrand und wartet auf ein Taxi. Eigentlich passen 12 Leute hinein, doch oft sind es mehr. So auch auf dem Weg nach Kampala. Es waren 16!
Die Hauptstadt ist wahnsinnig groß und dort sind unglaublich viele Leute, sodass ich ständig angst haben musste, Enock im gedränge zu verlieren. Zwar hat er mir auch viele Orte gezeigt, doch ich würde nicht wieder zurück finden. Hätte man mich zwei mal im Kreis gedreht hätte ich nicht sagen können, von wo wir gekommen sind. Wobei mein Orientierungssinn auch nicht der beste ist... 
Als ich gegen abend wieder im Hotel ankam war es leer. Marie und Klara wurden schon zu ihrem Projekt gefahren. 
Mein Schlafzimmer in Busega  

Am nächsten morgen habe ich all meine Sachen wieder zusammen gepackt und auf Leo gewartet, denn heute sollte ich zu meinem Projekt und meiner Gastfamilie gefahren werden. Als ich ankam bauten sie gerade das zweite Bett auf. Ich sagte kurz "Hallo", dann ging es in die Stadt nach Jinja. Es fehlten nämlich wichtige Dinge wie Gas zum Kochen oder Teller. Jinja ist wesentlich kleiner als Kampala. Dennoch gibt es auch hier einen Markt, massenhaft Geschäfte und Supermärkte.
Wieder zurück durfte ich feststellen, dass die Tür zwischen den zwei Schlafzimmern zugenagelt wurde. Schnell alles grob eingerichtet und dann wieder raus. Lillian, ihre Schweser und ihr Bruder zeigten mir die gegend. und neben den ganzen Hühnern, Ziegen und Kühen (die es hier wie Sand am Meer gibt) habe ich kleine Affen gesehen. 
Am Kingfisher Resort angekommen hatte ich einen wunderbaren Ausblick auf den Viktoriasee. Doch kann man dort auch Beachvolleyball spielen oder Schwimmen gehen. Doch das Highlight des Tages waren die Polizisten, die ich dort gesehen hab. Beide in Uniform mit ihrem Gewähr. Und was machten sie? Sie saßen auf der Wippe!

Kingfisher Resort Kingfisher Resort Kingfisher Resort
Schlafzimmer Küche Wohn-&Esszimmer Mein Häuschen (das hinten rechts)

Heute hatte ich meinen ersten Tag bei St. Francis. Ali, auch mein Koordinator, hat mir alles gezeigt und es gefällt mir hier wirklich gut. Anschließen war ich mit Sarah, die aus Kanada kommt, wieder in Jinja. Sie hat mir alles mögliche gezeigt. Wo ich gut essen kann, wo der Markt ist und wie ich handel, wo eine (manchmal) funktionierende Bank ist... Sodass ich jetzt auch alleine nach Jinja fahren kann ohne mich zu verirren. Zurück sind wir dann erst mit dem Taxi gefahren bis zur Nil Station. Dann trennten sich unsere Wege und ich bin allein mit dem Bodaboda nach Hause. Bodaboda fahren macht echt spaß, doch Sarah hat mir erzählt dass die Hälfte der Leute im Krankenhaus dort sind, weil sie einen Unfall mit einem Bodaboda hatten.

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